Internationaler
Frauentag
Am 8. März wird der Internationale Frauentag begangen. Es ist ein Feiertag, an dem wir die
Errungenschaften außergewöhnlicher Frauen auf der ganzen Welt würdigen. Über ein
Jahrhundert nach der Gründung des Internationalen Frauentages haben wir große
Fortschritte gemacht.
Die Rechte von Frauen sind nun fest auf der politischen Tagesordnung verankert, es gibt doppelt
so viele weibliche Politiker wie vor zwei Jahrzehnten und endlich machen wir auch in den
Vorstandsetagen Fortschritte. Aber es gibt noch so viele Ziele zu erreichen, dass wir weiterhin
die Gleichstellung der Geschlechter überall auf der Welt fordern müssen.

Um den Internationalen Frauentag zu feiern, zollt PANDORA drei Frauen Anerkennung, die in
den 1970er-Jahren die Welt für uns alle verbessert haben.

Billie Jean King: Die Tennislegende. 1973 schalteten über 90 Millionen Zuschauer ihre
Fernsehgeräte ein, um zu sehen, wie Tennisstar Billie Jean King den ehemaligen Champion
Bobby Riggs vom Platz fegte. Es ist das meistgeschaute Tennisspiel der Geschichte und
wurde als „The Battle of the Sexes″ bekannt.

Dies war nicht nur irgendein Tennisspiel. Es fand in den frühen 1970er-Jahren zu einer Zeit
statt, als Frauen erst ihre Stimme fanden – sie kamen in kleinen Gruppen zusammen und
sprachen über ihre Frustrationen und marschierten durch die Städte für die Gleichstellung
der Geschlechter, voller Idealismus und Hoffnung. Zu jener Zeit wurden Frauen in jedem
Lebensbereich diskriminiert. In Amerika war es für eine alleinstehende Frau schwierig,
einfach nur eine Wohnung zu mieten oder eine Kreditkarte zu erhalten. Eine Frau durfte ohne
die Erlaubnis ihres Ehemannes kein Geschäft eröffnen.

Billie Jean King hatte ihr ganzes Leben gegen den Sexismus gekämpft. Sie war in Kalifornien
aufgewachsen und eine hervorragende Softballspielerin, bis sie zum Tennis wechselte, weil
ihre Eltern ihr einen „damenhafteren“ Sport vorschlugen. Sie kaufte ihren ersten Tennisschläger
für 8,25 US-Dollar, die sie von Gelegenheitsjobs gespart hatte, und konnte ihn nicht mehr aus
der Hand legen – nachts nahm sie ihn sogar mit ins Bett.

Wie heutzutage Serena Williams wurde Billie Jean dafür angegriffen, nicht graziös oder feminin
genug zu sein – oder, wie ein Mann ihren Stil, Tennis zu spielen, beschrieb, „wie ein Kerl auf dem
Platz herumzurennen“. Zu jener Zeit wurden Frauen als „das schwache Geschlecht“ angesehen.
Billie Jean war eine der Frauen, die mitgeholfen haben, diese Sichtweise zu verändern: „In den
Siebzigern mussten wir es für die Menschen akzeptabel machen, Mädchen und Frauen als Athleten
anzunehmen“, sagte sie. „Wir mussten uns dafür einsetzen, dass es in Ordnung war, dass sie
aktiv waren.“
„Ich dachte, dass es uns 50
Jahre zurückwerfen würde,
wenn ich das Spiel nicht
gewinnen würde.“
Billie Jean war 29, als sie gegen Bobby Riggs im „Battle of the Sexes” antrat. Er war ein
Wimbledonsieger und nannte sich selbst ein „männliches Chauvinistenschwein“. Riggs sagte,
er wollte Männer vor „aufdringlichen Frauen“ schützen, und forderte die weltbesten
Tennisspielerinnen zu einem Match heraus. Er hatte schon früher in dem Jahr die
Weltranglistenerste Margaret Court geschlagen und Billie Jean war nervös. „Ich dachte,
dass es uns 50 Jahre zurückwerfen würde, wenn ich das Spiel nicht gewinnen würde.“

Aber sie gewann das Spiel, für sich selbst und für alle Frauen. Billie Jeans Geschichte wird
bald mit Emma Stone in der Hauptrolle und Steve Carrell als Bobby Riggs verfilmt.

Gloria Steinem: Symbolfigur der Frauenbewegung. Als die Schauspielerin Emma Watson
kürzlich einen Buchclub auf Twitter startete, waren Gloria Steinems Memoiren „My Life on
the Road“ das erste Buch, das sie auswählte. Das Buch ist voll optimistischer und weiser
Worte aus dem Leben einer inspirierenden Frau, die die „Mutter des Feminismus“ genannt wird.

In den 1970er-Jahren wurde Gloria die Anführerin der amerikanischen Frauenbewegung,
nachdem sie das Magazin „Ms.“ mitbegründet hatte. Gloria ging auf die Straße, um zu
demonstrieren, und das mit dem Glamour eines Filmstars. Sie trug ihre Uniform aus Stiefeln,
Rollkragenpullover und Pilotenbrille – obwohl sie die Aufmerksamkeit niemals genoss, die der
Look ihr einbrachte.

Glorias Kindheit war schwierig. Nachdem ihre Eltern sich scheiden lassen hatten, als sie 11 war,
kümmerte sie sich um ihre Mutter, die nach einem Zusammenbruch von verschreibungspflichtigen
Medikamenten abhängig wurde. Sie hat oft darüber gesprochen, keine eigenen Kinder haben
zu wollen, nachdem sie sich so viele Jahre um ihre Mutter gekümmert hatte. Neugierig und
ruhelos fuhr Gloria in ihren Zwanzigern nach Indien. Sie hat ihr halbes Leben auf Reisen verbracht.

In den 1970er-Jahren war sie die Anführerin verschiedener Kämpfe: für gleiche Bezahlung, gegen
häusliche Gewalt und für das Recht der Frauen auf Geburtenkontrolle. Heutzutage stehen die
meisten Frauen hinter diesen Dingen, aber zu jener Zeit wurde die Frauenbewegung lächerlich
gemacht und angegriffen. In einer Reportage aus jener Zeit sagt ein Mann wütend in die Kamera:
„Eine Frau gehört ins Schlafzimmer und in die Küche.“
„Ich habe genug Veränderungen gesehen,
um darauf zu vertrauen, dass noch mehr
kommen werden.“
Bekannt für ihren Humor, ihre Intelligenz und ihr Durchsetzungsvermögen schloss Gloria sich
mit anderen Feministinnen zusammen, um das Gleichberechtigungsgesetz im US-Kongress
voranzutreiben. Sie organisierte 1977 eine Frauenkonferenz, an der 14.000 Frauen teilnahmen.
Heute, in ihren frühen Achtzigern, arbeitet sie immer noch und beschreibt sich selbst als
hoffnungssüchtig. „Ich habe genug Veränderungen gesehen, um darauf zu vertrauen, dass
noch mehr kommen werden.“

Alice Walker: die Romanautorin. Alice Walker verdankt ihr außergewöhnliches Leben und ihre
Karriere ihrer Mutter, deren Furchtlosigkeit sicherstellte, dass ihre Kinder eine Ausbildung
erhielten, anstatt auf den Feldern im armen, ländlichen Georgia zu arbeiten. Alice wurde 1948
geboren und war das jüngste von acht Kindern. Ihre Mutter Minnie pflückte Baumwolle und
arbeitete als Dienstmädchen, aber sie wollte unbedingt, dass ihre Kinder auf eine Schule gehen.
Als ein weißer Grundbesitzer Minnie erklärte, dass schwarze Kinder „keine Bildung brauchen“,
jagte sie ihn aus dem Haus. In wunderschönen Worten spricht Alice über den Einfluss, den der
Ehrgeiz ihrer Mutter auf sie hatte:

„Als ich aufwuchs, glaubte ich, dass es nichts, wirklich gar nichts gäbe, was meine Mutter nicht
erreichen könnte, sobald sie es sich vorgenommen hatte. Als dann die Frauenbewegung begann,
war ich sehr glücklich, weil ich fühlte, dass sie einen Weg ging, auf dem meine Mutter schon
war und von dem ich immer annahm, dass ich ihn auch beschreiten würde.“

1961 ging Alice in Atlanta auf die Universität, wo sie sich in der Bürgerrechtsbewegung
engagierte. Dort traf sie Martin Luther King Jr. Von seiner Arbeit inspiriert ging sie nach Mississippi,
um Menschen wie ihrer Familie zu helfen. Zur gleichen Zeit wurden Farmpächter von ihrem
Land vertrieben, weil sie versuchten, ihr Stimmrecht auszuüben.

1970 ging Alice zum Ms. Magazine in New York – dem einflussreichen Magazin der
Frauenbewegung. Als Redakteurin setzte sie sich für die Schriften schwarzer Frauen ein.
1971 veröffentlichte Alice ihren ersten Roman. Zu jener Zeit kam ihre Tochter Rebecca zur
Welt – Alice schrieb jeden Tag drei Stunden lang, während Rebecca in der Kindertagesstätte
war.
„Ich wollte auch
nicht, dass es
jemand anderes
wäre.“
Billie Jean King
„Die Leben
der anderen
sind unser
bestes
Lehrbuch.“
Gloria Steinem
„Wer Dir den Mund
verbietet oder Dich
am Wachsen hindert,
kann nicht Dein
Freund sein.“
Alice Walker

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